CoSpatial Heat

Räumliche Wärmeplanung für eine klimafitte Region

Wie kann die Wärmeversorgung von Gemeinden, Betrieben und Haushalten effizient, erneuerbar und regional neu gestaltet werden? Das F&E‑Projekt CoSpatial Heat entwickelt dafür fundierte Entscheidungsgrundlagen für die strategische Wärmeplanung in der Region Gleisdorf.

Im Projekt werden bestehende Wärme‑ und Gasinfrastrukturen ebenso analysiert wie zukünftige erneuerbare Versorgungsoptionen – von Fernwärme, Wärmepumpen und Solarthermie über Biomasse bis hin zu Power‑to‑Heat‑Lösungen und Abwärmenutzung. Mithilfe GIS‑gestützter, räumlich differenzierter Analysen entstehen Wärme‑ und Infrastrukturpläne, die zeigen, welche Technologien und Versorgungskonzepte wo sinnvoll einsetzbar sind.

Ein zentraler Fokus liegt auf der Dekarbonisierung erdgasbasierter Wärmeversorgung: CoSpatial Heat identifiziert Potenziale für den Ausbau erneuerbarer Wärmenetze, die Umnutzung oder Stilllegung bestehender Gasinfrastruktur sowie geeignete dezentrale und quartiersbasierte Lösungen. Ergänzend werden technische Alternativen bewertet, Geschäftsmodelle entwickelt und konkrete Use Cases für Gemeinden, Unternehmen und Haushalte ausgearbeitet.

Durch die frühe Einbindung regionaler Stakeholder entstehen praxisnahe, umsetzbare Transformationspfade. Ziel ist es, konkrete Grundlagen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2030 und darüber hinaus zu schaffen – und den Übergang von der Planung in die Umsetzung eines Demoquartiers vorzubereiten.

Projektpartner: EnergieZukunft WEIZplus (Konsortialführung), Energie Steiermark AG / Next-Incubator, AEE – Institut für Nachhaltige Technologien (AEE INTEC), Stadtgemeinde Gleisdorf

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds (Klien) und des BMIMI finanziert. Die Förderabwicklung erfolgt durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). (Logos einfügen))

Was du wissen solltest

Die Innovation

Hier sind 3 prägnante Innovationspunkte, die den Kern des Projekts klar und verständlich zusammenfassen:

  • skalierbare Wärme‑Intelligenz:
    GIS‑gestützte Entscheidungslogik als replizierbare Plattform für strategische Wärmeplanung über Regionen hinweg.
  • neue Geschäftsmodelle statt fossiler Lock‑ins:
    Transformation bestehender Wärme‑ und Gasinfrastrukturen in marktfähige, quartiersbasierte und erneuerbare Lösungen.
  • von Analyse zu Impact:
    Direkte Brücke von datenbasierter Planung zur Umsetzung – inkl. Use Cases, Stakeholder‑Commitment und Demoquartier.

Die Vorteile
der Innovation

  • Schnellere, bessere Entscheidungen für Investitionen und Umsetzung
    Kommunen, Energieversorger und Projektpartner erhalten belastbare, datenbasierte Entscheidungsgrundlagen, die Planungs‑ und Investitionsrisiken senken und die Umsetzung erneuerbarer Wärmelösungen deutlich beschleunigen

  • Neue Wertschöpfung durch transformierte Infrastrukturen
    Bestehende Wärme‑ und Gasnetze werden nicht abgeschrieben, sondern strategisch weiterentwickelt: in neue Geschäftsmodelle, Services und Quartierslösungen – mit klarer Perspektive für Markteinführung, Skalierung und Replikation

  • Übertragbare Lösungen mit realem Klimawirkungs‑Impact
    Die Innovationen wirken über das Projektgebiet hinaus: Methodik, Use Cases und Umsetzungslogik sind auf andere Regionen anwendbar und ermöglichen messbaren Fortschritt Richtung klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2030/2040

Wir halten dich am laufenden

Projektstatus: „Laufend“

Ansprechperson: Mathias Schaffer

Wir gestalten Zukunft

Unterstützungsleistung des Next-Incubator

Energie Steiermark AG bringt ihre Rolle als Systembetreiber und Marktakteur ein und stellt sicher, dass die entwickelten Wärme‑ und Infrastrukturkonzepte wirtschaftlich tragfähig, regulatorisch umsetzbar und investitionsrelevant sind. Der Fokus liegt auf der Ableitung konkreter Geschäftsmodelle und umsetzbarer Use Cases für die Transformation der Wärme‑ und Gasinfrastruktur.

Der Next‑Incubator sorgt dafür, dass die Projektergebnisse über den Einzelfall hinaus wirksam werden: durch Skalierbarkeit, Replizierbarkeit und Anbindung an das Innovations‑Ökosystem. Er unterstützt die Überführung von Planung in Pilot‑ und Folgeprojekte mit klarem Markt‑ und Impact‑Potenzial. CoSpatial Heat wird somit von einer Analyse zu einem strategischen Innovations‑ und Umsetzungsbaustein für die Wärmewende – mit Wirkung über die Region hinaus.